Brotbacken in Augusta Raurica

Am Nachmittag, des 19. Augustes versammelten sich 12 Erstkommunikant*innen aus Oeschgen zur Fahrt nach Augusta Raurica. Das Thema der Erstkommunion, die am Sonntag, den 20. September in zwei Gottesdiensten stattfindet, kreist um das Thema "Jesus, unser Brot".

Unter kundiger örtlicher Leitung erhielten die Erstkommunikanten zunächst einen Überblick über die römische Siedlung Augusta Raurica zur Blütezeit. Die grosse Aufmerksamkeit und das Wissen der Kinder über unsere römische Vergangenheit beeindruckte.
In einem Untergeschoss nahe des Tempelbezirkes war eine historische Backstube eingerichtet. Unter ganzem Körpereinsatz mahlten die Kinder abwechslungsweise mittels eines rund 200 kg schweren Mahlstein Weizen und Roggen zu Mehl.

Nach dem Ansetzen des Teiges waren sich die zwölf jungen Bäcker*innen nach eigenem Schnuppern schnell einig: Statt mit streng riechender vergorener Fischsauce wollte man seinen Brotteig lieber mit gewöhnlichem Salz würzen, auch wenn eine Römerin die Fischsauce bevorzugt hätte. Dann ging es ans Kneten und Verzieren des eigenen Brotes. Der mit Holz befeuerte, glühende Speicherofen musste zunächst noch auf Backtemperatur gebracht werden. Dann rutschten die kostbaren Werke in die wandelnde Hitze, während die Kinder ein Zvieri genossen.

Das Thema der Erstkommunion, die am Sonntag, den 20. September in zwei Gottesdiensten stattfindet, kreist um das Thema "Jesus, unser Brot". Die Kinder begriffen mit eigenen Händen, was entstehen kann, wenn sich Körner zwischen den Mahlsteinen zu Mehl "aufgeben" und sich unter Arbeit und Hitze in geniessbare Nahrung wandeln.

Dass die Kinder auf der Heimreise zur Musik aus dem Radio aus voller Kehle sangen, zeigte, wie lebendig sie dieser Nachmittag gemacht hatte.

Eva Doggwiler und Patrik Suter