Königlich ins Neue Jahr

Kurz, jedoch innig war die Begegnung der Weisen aus dem Morgenland mit dem Kind in der Krippe. «Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr grosser Freude erfüllt» (Matthäus 2,10).

Kometenhaft selbst und nur flüchtig erschienen die Magier unter dem stehenden Himmelskörper. Durch gute Träume sind sie bereits heimwärts aufgebrochen, von Gott geführt an hinterhältigen Gefahren vorbei. Ihre Route wurde neu berechnet.

Gut möglich, dass sich ein paar Weihrauch-Duftmoleküle hinter unsere Masken verirrt haben, so dass feierliche Zuversicht im Stallgeruch unseres Alltages aufzuckte. Oder Myrrhe gegen die Bitterkeit unseres Herzens, zur Heilung unserer Kränkungen? Sahen wir vielleicht warmen Goldglanz, welcher die kraftraubenden Irrlichter der Umgebung zum Verlöschen brachte?

Sternsingerinnen bringen Ihnen dieser Tage unter erschwerten Bedingungen Segen für Haus und Angehörige. Sie erinnern uns daran, dass wir allen Grund haben, das Neue Jahr königlich anzutreten, weil Gott auch unsere Route immer wieder neu berechnet, wenn wir es nur zuliessen.

Sekretärinnen und Seelsorger der Pfarreien Frick, Gipf-Oberfrick und Oeschgen

 

Bild: Detail aus dem Advents-Glasfenster 2020 von Oswald Ruflin, Oeschgen