Mit Mut und Zuversicht durch Frick – Fronleichnam als sichtbares Zeichen des Glaubens

Bei sommerlichem Wetter und einer erfreulich grossen Zahl von Mitfeiernden konnten die katholischen Pfarreien Frick und Gipf-Oberfrick am Donnerstag das Fronleichnamsfest feiern. Unter dem Leitwort «Mut» versammelten sich Familien, Erstkommunionkinder von Frick und Gipf-Oberfrick, der Kirchenchor Gipf-Oberfrick und zahlreiche Gläubige zum Festgottesdienst in der Pfarrkirche und anschliessend zur traditionellen Prozession durch das Dorf.

Im Zentrum des Gottesdienstes stand die biblische Erzählung von Petrus, der den Mut findet, aus dem Boot auf Jesus zuzugehen. In einem lebendig gestalteten Predigtgespräch wurde deutlich: Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz Unsicherheit auf Gott zu vertrauen. Dieser Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch die Feier. Gerade in einer Zeit, in der vieles planbar und kontrollierbar erscheinen soll, brauche es den Mut des Glaubens – den Mut, Schritte zu wagen, Vertrauen zu schenken und sich von Gott tragen zu lassen.

Nach dem Gottesdienst zog die Gemeinde mit dem Allerheiligsten durch die Strassen von Frick. Die Prozession machte an drei Stationen Halt, die jeweils einen besonderen Aspekt des Mutes aufgriffen. Bei der Primarschule stand der Mut zur Offenheit im Mittelpunkt. Offenheit gegenüber anderen Menschen, neuen Erfahrungen und neuen Wegen wurde als Voraussetzung für gemeinsames Lernen und Zusammenleben hervorgehoben.

Vor dem Gemeindehaus begrüsste Gemeinderat Franz Ruder die Prozession. Dort wurde über den Mut zur Wahrheit nachgedacht – über die Bedeutung von Ehrlichkeit, Verantwortung und einem vertrauensvollen Miteinander im öffentlichen und persönlichen Leben.

Die dritte Station führte zum Alterszentrum Bruggbach. Dort hiess Monika Jakoberger die Prozession herzlich willkommen. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Alterszentrums wurde der Mut zur Hoffnung bedacht. Die Feier erinnerte daran, dass Hoffnung gerade in schwierigen Lebenssituationen Kraft schenken kann und Menschen miteinander verbindet. Ein besonderes Zeichen dafür setzten die Erstkommunionkinder mit ihrem gemeinsam vorgetragenen Regenbogenlied.

Von vielen Teilnehmenden besonders geschätzt wurde in diesem Jahr die Mitwirkung der Tambourengruppe der Musikschule Frick, die die Prozession erstmals musikalisch begleitete und ihr einen feierlichen und zugleich lebendigen Charakter verlieh. Zusammen mit den Klängen der Musikgesellschaft, dem Gesang des Kirchenchors sowie den  Fahnen entstand ein eindrückliches Bild gelebter Gemeinschaft.

Fronleichnam machte auch in diesem Jahr sichtbar, was dieses Fest seit Jahrhunderten ausdrücken möchte: Christus ist mitten unter den Menschen unterwegs – auf den Strassen des Dorfes, im Alltag und im Leben der Menschen.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben: den Erstkommunionkindern und ihren Begleitpersonen, den Blumenkindern, der Trachtengesellschaft, den Schülerinnen und Schülern der 7. Klasse, den Ministrantinnen und Ministranten, der Liturgiegruppe Frick dem Kirchenchor Gipf-Oberfrick unter der Leitung von Marie Minerova, der Musikgesellschaft Frick, der Tambourengruppe der Musikschule Frick unter der Leitung von Markus Würsch, dem Pfarreirat sowie den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. Ein besonderer Dank gilt zudem dem Alterszentrum Bruggbach für die herzliche Gastfreundschaft und allen, die durch ihr Engagement dazu beigetragen haben, dass Fronleichnam auch in diesem Jahr zu einem lebendigen Glaubens- und Gemeinschaftsfest wurde.