Pilgern auf Jurassisch

Am Sonntag, 4. September führte die alljährliche Fricktaler Wallfahrt zur Chapelle du Vorbourg bei Délemont. Vor Beginn des Zweiten Weltkriegs gelobten die Fricktaler zum Grab des Hl. Bruder Klaus zu pilgern als Dank vor dem Krieg bewahrt zu bleiben. Mittlerweile führt die Pilgerfahrt nicht nur nach Sachseln, sondern auch zu anderen Wallfahrtsorten, so in diesem Jahr zum Marienwallfahrtsort des Jura, der Chapelle du Vorbourg.

Der Ursprung dieser Wallfahrt, die Bitte um Frieden, ist nach wie vor eine wichtige und dringende Hoffnung, das spüren wir aktuell ganz besonders.

Im Gottesdienst der Wallfahrt ging es aber nicht nur um die Bitte für den Frieden, sondern auch um die Suche nach Gott und die nötige Offenheit für den Glauben. Davon zeugte auch die biblische Geschichte des Propheten Elija, der Gott nicht im Sturm, Erdbeben oder Feuer entdeckte, sondern im Säuseln des Windes. Diese Erzählung hörten nicht nur die Gottesdienstbesucher in der Kapelle, sondern auch die Familien, die bei einem Schnitzeljagdgottesdienst den umliegenden Wald erkundeten und dort auf den Spuren Gottes unterwegs waren. Bei einem feinen Mittagessen genossen alle nach dem Gottesdienst das wunderschöne Spätsommerwetter. Danach führte die Reise zum orthodoxen Kloster Beinwil. Nach einer gemeinsamen Andacht in der Krypta des Klosters kehrten die Wallfahrer wieder zurück ins Fricktal.