Wo beginnt der Himmel?

Gedanke zum Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel - 15. August

ps. Wenn sich in unseren Tagen schwer reiche Milliardäre wie Richard Branson oder Jeff Bezos mit ihren Raketen durch den Himmel ins All schiessen, um für einige Minuten ihre Schwerelosigkeit, – oder soll ich sagen – ihre Leere zu inszenieren, kann schnell der Gedanke aufkommen, dass es sich hierbei um eine Treibstoff-intensive Midlife-Crisis handelt, welche ungewollt die unerträgliche Leichtigkeit des Seins dokumentiert.
Als aufgeklärte Katholikin, als aufgeklärter Katholik mag man sich schwer tun mit dem 1950 von Papst XII. verkündeten Dogma "dass die Unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.“ Doch bekräftigt dies, dass Maria am Ende ihres Lebens ganz und ungeteilt zu Gott aufgenommen wurde, d.h. mit allem, was sie bejaht, durch getragen, erlitten und erlebt hat. Damit eröffnet Maria jedem vertrauenden Menschen die Hoffnung, ganz in den Himmel aufgenommen zu werden – ohne Treibstoff, ohne Geld aber mit ganz viel Bodenkontakt.

 

Bild: Pixaby