Fricktaler Minitag

Der Gallus Skandal - wie Schweizer MinistantInnen eine neue Kirchenkrise abwenden

Ein unschätzbares Kulturgut von St. Gallen ist das Gebetsbuch des Namensgebers der Stadt, dem Hl. Gallus, das am Sonntag, 12.09.2021 glücklicherweise seinen Weg zurück in die Kathedrale fand. Es ist eine Geschichte wie aus einem guten Krimi, plötzlich ist das Gebetsbuch des Heiligen Gallus verschwunden. Damit der Skandal möglichst nicht eskaliert, machten sich die MinistrantInnen am «Fricktaler Minitag» auf die Suche, um dieses Kulturgut wieder zu finden. Jeder der Beteiligten gerät unter Verdacht das wertvolle Buch entwendet zu haben. Sogar der Bischof gerät ins Visier der Detektive. Zu guter Letzt kann der Fall geklärt werden. Das Motiv des Raubs war sogar lobenswert. Die Ministrantin Zoe hat das Buch für ein Schulreferat mitgenommen und wollte es wieder heimlich zurücklegen. Da aber die zahlreichen Detektive unterwegs waren, gelang ihr diese Finte nicht. Als der Druck zu gross wird, gesteht sie ihre Tat.

Diesen Krimi erlebten am Minitag viele Ministrantengruppen spielerisch in der ganzen Schweiz. Das schweizweite Minifest hätte bereits im vergangenen Jahr in St. Gallen stattfinden sollen, wurde aber wegen der Pandemie nicht an einem Ort, sondern an vielen Orten durchgeführt. Aus dem ganzen Fricktal trafen sich über 60 MinistrantInnen auf dem Kirchhügel in Frick und vergnügten sich nicht nur mit dem gemeinsamen Krimispiel, das von Stephan Sigg entwickelt und vom «Damp» zur Verfügung gestellt wurde, sondern auch auf der anschliessenden Chilbi beim Bogenschiessen, Kubb spielen, Glücksrad, Dosenwerfen, beim Sprungtuch und und vielen weitere Attraktionen.

Organisiert wurde der Minitag von der katholischen Pfarrei Frick in Zusammenarbeit mit der JUSESO Fricktal.

Bericht von Ulrich Feger